William Eggleston – Haus der Kunst, München
by jesse ~ März 29th, 2009. Filed under: :::Photo-Digest, Ausstellung, Kultur, Kunst, Mode, Photo-Kunst, Photo-Portfolio, Photographie.william eggleston. democratic camera
fotografie & video 1961–2008
20 feb 09 > 17 mai 09
maison martin margiela. ‘20′ die ausstellung
20 mar 09 > 01 jun 09
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Der heutige Sonntag war prädestiniert, einer meiner Leidenschaften nachzugehen. Immerwährender Regen kann einen entweder auf das Sofa bannen und einen zur menschgewordenen DVD/Blu-Ray Jukebox transferieren, oder man kann in eine Ausstellung gehen.
Das Haus der Kunst war die heutige Sonntags Anlaufstelle. Wenn einmal wieder jemand nach Sonntagsnachmittags-Beschäftigung googelt. (was tatsächlich der ein oder andere, wohl zur Ideenfindung, tut) Hier ist der ultimative Tipp. Ausstellungen.
Das Haus der Kunst ist natürlich, eine der Top Anlaufstellen in München. Ständig herausragende Ausstellungen. Vor einiger Zeit Andreas Gursky oder Gilbert & George.
Aktuell sind mind. drei sehenswerte Exhibitionen begehenswert. Heute war es William Eggleston und Maison Martin Margiela. Dann noch Gerhard Richter. Aber da war es heute definitiv zu voll.
MMM ist ein Mode-Designer Kollektiv die nichts so machen, wie man es gewohnt ist. Kleider aus Daunenwäsche, alten Skihandschuhen oder mit einem dritten Ärmel. Bei einem minimalen Faible für Mode. Ein Must-See. Im letzten Raum, die Videoinstallationen, begeistern auch durch die Musikauswahl. Das defilieren der anonymen Models wird von Brian Eno, David Byrne und David Bowie begleitet. Die Bilder der MMM Ausstellung sind allesamt mit einem iPhone aufgenommen. Sorry für die Qualität.
Bei William Egglestone, dem Erfinder der democratic.camera war ich mehrmals versucht, den Schwur zu leisten, nie wieder eine Kamera in die Hand zu legen. Wie kann man denn solch ein geniales Auge für das schlichtweg triviale, banale, alltägliche haben? Aufnahmen von Drive-Ins, Ketchup Flaschen oder von Menschen in einer Belanglosigkeit auf einem Sofa. Sicherlich bei einem dutzend Photographien würde ich die Exponate sofort in mein Wohnzimmer hängen. Immer wieder war ich extremst von den Farbgebungen fasziniert. Laut Bildlegende ein C-Print oder DYE Transfer. Gerade der DYE Transfer bringt gigantische Farben hervor. Billiant. Hat jemand schon einmal von Filtern oder Plug-Ins für CS3/4 oder Aperture gehört, die diese Anmutung auf ein Digitalbild bannen lassen? Oder einen Workaround, wie man solche Farben auf selbstaufgenommene Bilder bekommt? Ich kenne die Plug-Ins die einen Ektachrome o.ä. zaubern.
Zurück zur Ausstellung. Noch bis 17. Mai gibt es die Gelegenheit im 1. Stock des HDK die Bilder, sowie die Informationen zu Gemüte zu führen. Was einen an den eigenen Fähigkeiten zweifeln lässt. Endgültig, sind die s/w Portraits am Ende der Ausstellungshalle. Großformatig und intensiv. Ganz besonders der Farbige mit der Brille und die Frau links davon. Die zwei hätte ich gerne als Abzug.
Eggleston hat auch eine Zeitlang mit dem Medium Video experimentiert. Unter anderem ist dabei “Stranded in Canton” entstanden. 1973 mit einer Sony PortaPak auf Zelluloid gebannt. Sehr experimentell. Sehr abgedreht. Hier der Film:
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